Starker Kanton Zürich im Nationalrat

Gerne schaut man aus anderen Kantonen mit Argwohn auf uns Zürcherinnen und Zürcher. Das ist kein Wunder, sondern eine Folge der Grösse und Bedeutung unseres Kantons: Mehr als ein Sechstel aller Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz wohnen im Kanton Zürich (rund 1.4 Mio.), die zusammen mit Zupendlern rund einen Fünftel des gesamten Schweizerischen Bruttoinlandproduktes erwirtschaften. Wir haben den Finanzplatz und den Flughafen. Das gibt nur schon wegen der Grösse eine bestimmte „natürliche“ Dominanz, die bei Vertretern anderer Kantone leider oft den berühmten „Anti-Züri-Reflex“ hervorruft.

Ungeachtet dessen stehen wir vor den Herausforderungen:

  • Erhalt des Wirtschafts- und Finanzplatzes.
  • Der Kanton Zürich ist nach den Stadtkantonen Basel und Genf der dichtest überbaute Kanton – Landschafts- und Heimatschutz des Bundes ist oft unserer Entwicklung hinderlich und führt zum täglichen Kollaps (z.B. Oberland-Autobahn-Zusammenschluss, z.B. Eglisau-Umfahrung)
  • Im Kanton Zürich wohnt mehr als ein Fünftel aller Arbeitslosen der Schweiz, mehr als ein Fünftel der Nettoausgaben in Sozialhilfe werden im Kanton Zürich bezogen, mit 360’000 (2013) lebt ein Sechstel aller Ausländerinnen und Ausländer im Kanton Zürich.

Man kann es Drehen und Wenden wie man will: Diese Herausforderungen führen dazu, dass der Kanton Zürich von manchen Entscheiden in Bundesbern, insbesondere der Wirtschafts- und Bevölkerungspolitik) besonders betroffen ist – existentiell betroffen ist.

Es ist daher die wichtigste Aufgabe unserer Volksvertreter im National- und Ständerat, sich dessen bewusst zu sein und eine Politik zu machen, welche dem Standort Kanton Zürich nützt.

Zum Prinzip des Föderalismus gehört, dass sich Volksvertreter einer Gemeinde, Region, eines Kanton oder eines Landes auch für ihre «Stammlande» einsetzen. Wenn das alle tun, geht es allen besser!