Mühleberg ist nicht Fukushima

Nach dem letzten Blog hier noch ein paar Tatsachen:

  • Fukushima hat das Erdbeben der Stärke 9 überstanden (nicht aber den Tsunami). Bereits während dem Erdbeben wurden die Reaktoren korrekterweise abgeschaltet.
  • Wir können deshalb  zuversichtlich sein, dass Erdbeben auch von den Schweizer Kernkraftwerken überstanden würden (bis 2015 sind alle entsprechend nachgerüstet bis Stärke 7).
  • Die Notstromaggregate in Mühleberg befinden sich 4 Meter über Boden – Der Staudammbruch des Wohlensees, der oberhalb vom KKW Mühleberg liegt, ist eingerechnet.
  • Mühleberg verfügt über ein weiteres, unterirdisches Notkühlsystem – Fukushima hatte das nicht. Nur schon infolge dieses Kühlsystems könnte eine Fall Fukushima (Ausfall der Kühlung) nicht auftreten.
  • In der Schweiz werden Sicherheitsmängel laufend untersucht und die KKW’s entsprechend nachgerüstet. Unabhängig von Japan zur Zeit in Sachen Erdbebebensicherheit und Flugzeugabstürze.
  • Bei der Nachrüstung in der Schweiz geht es vor allem um die Abkühlbecken für die ausgedienten Brennelemente. Die Reaktoren selbst sollten überall Erdbeben und Flugzeug-Absturz-sicher sein.
  • Eine weitere Gefahr für die KKW’s ist Terrorismus. Deshalb sind die Sicherheitspläne vertraulich.
  • Was passiert, wenn ein KKW sich selbst überlassen bleibt? Die ungekühlten Brennelemente werden immer heisser, beginnen sich und ihre Umgebung aufzuschmelzen. Es entstehen Gase und Staub, die in der Athmosphäre für eine windabhänige, grossflächige Vergiftung sorgen.

Zusammenfassend: Es gibt Grund die Kernkraftwerke zu überprüfen und nachzurüsten. Es gibt beim Alter unserer Anlagen und den vieldiskutieren geflikten Betonrissen in Mühleberg auch Grund, unserer Kernkraftwerke zu erneuern.

Für einen Ausstieg ist aber Fukushima kein Argument.

Und noch etwas: Wir Schweizer holen Hilfe und stehen zu den Schwächen (deshalb werden die KKW’s ja jetzt z.B. nachgerüstet). Wir haben eine andere Mentalität als die Japaner. Die Japaner jedoch gehören zu den führenden Nationen im Bereich der Kerntechnologie. Und es ist Ihnen eine Ehre, alles dafür zu tun, dass Fukushima nicht zum internationalen GAU wird – Einige stehen mit ihrem Leben ein dafür. Wir sollten ruhig ein bisschen Vertrauen haben in diese Nation.

Links dazu

http://paulseaman.eu/2011/03/media-suffers-a-fukushima-meltdown/

Kaufen und Lesen zum Thema: Die aktuelle Weltwoche (Nr. 12/2011) ab Seite 28

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.