Bezirk Bülach: Vielfalt und Rekorde

Text zur Vorstellung des Bezirks Bülach: Austragungsort des SVP-Schiessen 2018. Ein Bezirk, der vielfältiger nicht sein könnte!

Der Bezirk besteht aus 22 Gemeinden, kleine Dörfer wie Wasterkingen (562 Einwohner), daneben Städte, wie Kloten, Bülach und Opfikon mit über 19’000 Einwohnern (Bülach feierte im Juli 2018 den 20’000 Einwohner) und ein Städtchen (Eglisau), das 2013 die schnellst wachsende Gemeinde der Schweiz war. An Zürich grenzt Wallisellen mit gleich vielen Arbeitsplätzen wie Einwohnern, in Bauerndörfern mit Einfamilienhausquartieren stehen 90 Prozent der Beschäftigten am Morgen mit dem Auto im Stau Richtung Zürich oder kämpfen im Halbstundentakt der S9 um einen Sitzplatz. In Kloten befindet sich gerade die grösste Hochbaustelle der Schweiz (the circle).

Nicht weit davon war bis im letzten Jahrzehnt die teuerste Wiese der Schweiz, nun mit einer komplett neuen Stadt überbaut (Oberhauserriet, Glatttalstadt, mit eigenem See). Ein modernes Gesicht zeigt der Bezirk Bülach einerseits, sieben schutzwürdige Ortsbilder (Rafz, Wasterkingen, Eglisau, Glattfelden Bülach, Gerlisberg, Embrach) andrerseits. Weitere Gegensätze: Gemeinden mit hohen Sozialkosten und Defiziten und wenige, die jährlich Steuereinnahmen in den Finanzausgleich abgeben. Opfikon mit 45 Prozent Ausländeranteil, Oberembrach mit 11 Prozent. Die grösste Kiesgruben der Schweiz (Hüntwangen) und der grösste Dienstleistungserbringer der Schweiz (Flughafen, Kloten), Grundwasser, das künftig die Versorgung des halben Kantons sicherstellen soll, ginge es nach dem Regierungsrat. Die meist befahrenen Verkehrsknotenpunkte der A1 und mit dem Rhein der grösste Fluss Zürichs, auf der anderen Seite die Kornkammer Rafzerfeld, ein Zipfel, der nach Deutschland ragt, durchfahren von Einkaufstouristen und Grenzgängern.

Kennen Sie die Weiler Hakab, Bänikon, Buchenloh, Schachen, Seeb, Augwil, Birchwil und über dreissig andere? Auch diese Siedlungen gehören zum Bezirk. Des Weiteren: Römersiedlung, zwei Golfplätze, ein modernes Amphitheater, ein hoher Aussichtsturm, eine Jagdschiessanlage, Grabsteine im Wald und Bombensplitter aus dem Weltkrieg, wenn man weiss, wo. Die Gesamtfläche beträgt rund 185 km2.

147’000 Einwohnerinnen und Einwohner besiedeln das schöne Gebiet, ab 2019 ergibt dies 18 Kantonsrätinnen und Kantonsräte (bislang 17 – von der SVP sind deren sechs Sitze besetzt. Einen weniger, als die SVP Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten im Bezirk stellt. Und doch sind 113, ein Viertel aller Gemeindebehörden, Mitglied der SVP, zusammen mit den Richtern, kantonalen Politikern, Anwälten, dem Bezirksrat, Sozialkommissionsmitgliedern und so weiter hat ein Zehntel aller 1’300 SVP-Mitglieder im Bezirk ein Behördenmandat. Parteien gibt es alle im Bezirk. Doch 20 Ortssektionen hat nur die SVP. Sie hatte auch Zeit zum Wachsen: 1907 wurde sie als Bauernpartei des Bezirks gegründet, noch zehn Jahre vor der Kantonalpartei. Somit ist der Bezirk Bülach auch ein Ort, an dem positive Entwicklungen beginnen können!

Matthias Hauser